Die Schöpfung 1. Mose, Kapitel 1+2

 

Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. (1. Mose 1,1.2)

 

So beginnt, nach dem Bericht der Heiligen Schrift, das Werden unserer Erde. Auch im Neuen Testament beginnt Johannes mit diesen Worten: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. (Johannes 1, 1-3)

 

Was bedeutet das? Wer war das Wort? In Johannes in Kapitel 1, Vers 4 lesen wir , dass in diesem Wort das Leben war und das dieses Leben das Licht der Menschen war. Ab Vers 14-18 wird ersichtlich dass, das Wort Jesus Christus ist.

 

Wir können also festhalten, dass bei der Erschaffung der Welt alle 3 Personen der Gottheit anwesend waren. Gott Vater, Gott Sohn und er Heilige Geist. Am Rande sei erwähnt, dass auch bei der Taufe Jesu alle 3 Personen der Gottheit anwesend waren (dazu mehr in einem nächsten Beitrag).

 

Unsere Erde war also wüst und leer und dunkel. Erst als Gott sprach: Es werde Licht! Wurde es licht. Danach schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es wurde aus Abend und Morgen der erste Tag. Der erste 24 Stunden-Tag den Gott geschaffen hatte. Am 2. Tag schuf Gott den Himmel und schied das Wasser unter dem Himmel vom Wasser über dem Himmel. Am 3. Tag sprach Gott, dass sich das Wasser unter dem Himmel an einem besonderen Ort sammeln sollte, damit das Trockene sichtbar werde. Und das Trockene nannte er Erde, und die Ansammlung des Wassers nannte er Meer. Gott sah, dass das gut war und sprach wieder, dass die Erde Gras Kraut und Samen hervorbringen solle. Und Fruchtbäume, die Früchte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist. Und es wurde aus Abend und Morgen der 3. Tag. Am 4. Tag sprach Gott: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre. Und Gott machte ein großes Licht, dass den Tag regiert und ein kleines Licht, dass die Nacht regiert und dazu auch die Sterne damit sie auf die Erde scheinen und das Licht von der Finsternis scheiden. Und es wurde aus Abend und Morgen der 4.Tag.

Am 5. Tag sprach Gott: es wimmle das Wasser von lebendigem Getier und Vögel sollen fliegen auf Erden unter dem Himmel. Ein jedes nach seiner Art. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da war aus Abend und Morgen der 5.Tag. Am 6.Tag sprach Gott: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art. Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes.

Nachdem die ganze Schöpfung bereitet war, ging Gott daran den Menschen zu schaffen. Und die Erschaffung des Menschen unterscheidet sich erheblich von allem, was Gott vorher erschaffen hatte. Jetzt sagt er nämlich: Lasset uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde als Mann und als Frau. Und er segnet sie und sagt zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan. Und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier das auf Erden kriecht. Als Nahrung bekommt der Mensch alle Pflanzen, die Samen bringen und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen. ( Alles nachzulesen in 1. Moses 1, 1-31)

 

 

So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am 7. Tag (Samstag) seine Werke, die er machte und ruhte am siebenten Tag. Und Gott segnete den 7. Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken.

Und jetzt geht die Bibel in 1. Mose 2, ab Vers 7-25 noch genauer ein auf die Erschaffung des Menschen.

Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. (In manchen Bibelübersetzungen steht: und so war der Mensch eine lebenige Seele). Also hat der Mensch keine Seele sondern er ist eine Seele. Und Gott der Herrr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein. Nun ließ Gott der Herr aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume (die er vorher schon geschaffen hatte), verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Von Eden ging auch ein Strom aus, um den Garten zu bewässern und teilte sich von da in 4 Hauptarme. Der erste heißt Pischon , der fließt um das ganze Land Hewila, und dort findet man Gold und Bedolachharz und den Edelstein Karneol. Der zweite ist der Gibon, er fließt rund um das Land Äthiopien. Der dritte heißt Tigris, er fließt östlich von Assyrien. Der 4. ist der Euphrat. Nachdem Gott nun den Menschen in den Garten gesetzt hatte, gab er ihm den Auftrag den Garten zu bebauen und zu bewahren. Er schärfte ihm ein: von allen Bäumen darfst du essen nur nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Sobald du davon ist musst du sterben. Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gefährtin machen, die zu ihm passt. Bevor Gott das tat, brachte er alle Tiere zu Adam, die er gemacht hatte, um zu sehen, wie der Mensch sie nennen würde. Der Mensch betrachtete die Tiere und gab ihnen Namen. Aber für sich selbst fand er niemanden, der ihm ähnlich war und zu ihm passte. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf über ihn kommen.

 

Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr baute ein Weib aus der Rippe und brachte sie zu Adam. (Vielleicht werden sich manche Leser fragen: Warum aus der Rippe? Das hat Symbolcharakter - sie wurde ihm sozusagen zur Seite gestellt. Weder aus dem Kopf, damit sie nicht über ihm ist noch aus den Füßen, damit sie nicht unter ihm ist. Als gleichberechtigte Partner sollten sie das Leben gemeinsam meistern.). Adam war ganz begeistert von seiner Partnerin. Er rief: Endlich gibt es jemanden wie mich! Sie wurde aus einem Teil von mir gemacht - wir gehören zusammen! Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen und sie werden ein Fleisch sein.

 

 

Der Sündenfall 1.Mose 3, 1-24

 

Der Teufel hatte Zugang zum Garten Eden und wollte die Menschen unter seine Herrschaft bringen. Aber er durfte sich nur im Bereich des Baumes der Erkenntnis aufhalten. Gott hatte ja die Menschen vor ihm gewarnt. Da der Teufel nie als gefallener Engel auftritt, benutze er die Schlange als Sprachrohr, die sich von ihm benutzen ließ. Die Bibel drückt das so aus: Und die Schlange war listiger als all die anderen Tiere, die Gott der Herr gemacht hatte. Sie sprach zu dem Weibe: Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte essen dürft? Mit dieser falschen Behauptung verwickelte er Eva in ein Gespräch. Sie sagte zur Schlange: Wir essen von allen Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet. (Hat Gott das wirklich so  gesagt? Nein, rühret sie nicht an, hat er nicht gesagt).Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: An dem Tage da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Er redet Eva das ein, was er selbst wollte, nämlich: sein wie Gott. (In späterer Folge, schauen wir uns an: wer der Teufel ist. Hat Gott einen Teufel geschaffen? Soviel schon im Voraus: Der Teufel war einmal der höchste Engel im Himmel).

Der Teufel tritt niemals als Teufel in Erscheinung. Diesmal benutzte er die Schlange, die sich willig von ihm benutzen ließ, um Eva in ein Gespräch zu verwickeln. Wahrscheinlich wird man sich denken: Ausgerechnet eine Schlange? Ekelhaft! Die Schlange war aber einmal wunderschön. Das schönste Tier im ganzen Paradies. Ich könnte mir vorstellen, dass Eva sich gewundert hat, warum die Schlange sprechen kann. Anstatt wegzulaufen, kam sie näher um dieses Phänomen ausgiebiger zu betrachten. Die Neugierde siegte, und so begab sie sich auf das Gebiet Satans, der sie ja nur beim Baum der Erkenntnis verführen durfte. Eva sah sich den Baum an und sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und verlockend, weil er klug machte. Offensichtlich war ihr das was Gott ihr gab nicht mehr genug. Gott hatte den Menschen alles gegeben, was er geschaffen hatte. Die ganze Welt gehörte ihnen. Wir erinnern uns, Gott hatte ihnen die Erde untertan gemacht. Er hatte sie mit Intelligenz, Kreativität, Kraft und einem eigenen Willen ausgestattet. So nahm Eva von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß.

Die Frage ist: Warum aß Adam? Er wurde ja nicht verführt. (1. Timotheus 2,14). Erinnern wir uns: Wie reagierte Adam, als er Eva zum ersten Mal sah? Er war hingerissen. Er liebte sie und erinnerte sich, dass Gott sie gerwarnt hatte, von dem Baum zu essen, dass sie dann sterben mussten. Er konnte sich offensichtlich nicht vorstellen ohne Eva zu leben. Lieber wollte er auch sterben.

 

Adam vertraute Gott nicht, dass er eine Lösung bereit gehabt hätte und Eva vertraute dem Teufel mehr als Gott.

 

Was nun geschah, beschreibt die Bibel folgendermaßen: Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie bemerkten, dass sie nackt waren und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

 

Fortsetzung folgt...